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Arbeitsbericht 2012

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Arbeitsbericht 2012
Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend Dortmund und Lünen e.V.

 

1. Kurzvorstellung aej

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend Dortmund und Lünen e.V. (aej) ist ein Zusammenschluss der evangelischen Jugendverbände mit den Jugendwerken der evangelischen Freikirchen und der Jugendarbeit in den Gemeinden der Evangelischen Kirche Dortmund und Lünen. Die aej hat es sich zum Ziel gesetzt in der Großstadt Dortmund die jugendpolitischen Interessen von Jugendlichen, die in evangelischen Gemeinden und den angeschlossen Werken und Verbänden aktiv sind, zu vertreten. Dies geschieht auf vielfältige Weise mit den Gemeinden, Freikirchen und Verbänden. Wir machen Angebote für Kinder und Jugendliche, in denen sie Solidarität und Gemeinschaft in Gruppenangeboten und Freizeiten erleben, als Ehrenamtliche qualifiziert werden und unterschiedliche Erfahrungen im Miteinander und im Glauben sammeln können.

Die aej ist demokratisch organisiert und die Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen sind ein großes Anliegen. Die Mitgliedsorganisationen sind das Gemeindejugendwerk Westfalen im Bund Ev. Freikirchlicher Gemeinden, das Jugendwerk freier evangelischer Gemeinden, die Evangelisch-Methodistische Jugend, der CVJM Dortmund e.V. und der CVJM Berghofen e.V., die King´s Kids Deutschland e.V., die Evangelische Jugend Dortmund und Lünen und aus der Arbeit hervorgegangene Aktions- und Projektgruppen, wie die Ökumenische Dienstgruppe Martin Luther King e.V. und die Johanniter-Unfall-Hilfe Jugend. Sie haben volles Stimmrecht und entsenden sowohl Haupt-, als auch Ehrenamtliche in die zweimal im Jahr stattfindenden Mitgliederversammlungen.

Die aej setzt sich jährlich ein Schwerpunktthema für die Förderung der Projektarbeit. Durch die gemeinsame Auseinandersetzung und Entwicklung entsteht eine gemeinsame Identität in einem Themenfeld, die positive Auswirkungen für die weitere Zusammenarbeit entfaltet.

Seit einigen Jahren erleben wir unseren gemeinsamen aej-Danke-schön-Abend als wichtigen Teil der Arbeit, da wir uns mit ihm nicht nur bei den Ehrenamtlichen bedanken können, sondern durch diesen Abend auch ein identitätsstiftendes und gemeinschaftsförderndes Event haben. Jugendliche und junge Erwachsene sind an diesem Abend eingeladen, es sich an Körper und Seele gut gehen zu lassen. Bei gemeinschaftlichem Essen und kulturellen Beiträgen kommen die Mitgliedsverbände ins Gespräch und widmen sich einem Thema.

2. Die Mitgliedsverbände

2.1. Evangelische Jugend Dortmund und Lünen

Die Evangelische Jugend Dortmund und Lünen ist der größte evangelische Jugendverband in der Arbeitsgemeinschaft und übernimmt auch die geschäftsführenden Aufgaben für die aej. Unter dem Dach der Evangelischen Jugend befinden sich alle 29 evangelischen Kirchengemeinden in Dortmund und Lünen, welche Kinder- und Jugendarbeit in unterschiedlicher Form leisten.
Die Kontaktstelle Evangelische Jugend Dortmund entwickelt die kreiskirchliche Jugendarbeit in den vier Kirchenkreisen Do-Süd, Do-West, Do-Mitte-Nordost und Lünen. Sie ist zuständig für die Aus-, Fort und Weiterbildung der freiwilligen Mitarbeitenden, die politische Vertretung der Evangelischen Jugend in der Kommune und in landeskirchlichen Gremien, der Entwicklung und Begleitung von kirchlich-  und gesellschaftsrelevanten Projekten und der Begleitung der gemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit. 
Im Bereich der Qualifizierung von freiwillig Mitarbeitenden, bildet die Evangelische Jugend Dortmund und Lünen jedes Jahr ca. 80 Jugendliche und junge Erwachsene aus. Nach erfolgreichem Grund- und Aufbaukurs mit einem Umfang von 80 Zeitstunden, beantragen die Jugendlichen, die überwiegend aus dem evangelischen Bereich kommen, die JuLeiCa (JugendLeiter/innenCard). Freiwillige und Ehrenamtliche, die im Rahmen der Tätigkeit Vertiefungsseminare besuchen möchten, finden bei der Evangelischen Jugend Seminare aus den Bereichen Kultur- , Spiel-, Theater-, Abenteuer- und Erlebnispädagogik, Gender und Inklusion zur Qualifizierung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden, Projekten und bei Freizeiten. Die Kontaktstelle der Evangelischen Jugend Dortmund veranstaltet ca. 20 verschiedene Seminare pro Jahr, meistens mit Übernachtung an Wochenenden, für alle Interessierten zur weiteren Qualifizierung der Arbeit.

Im Jahr 2012 fanden 42 mindestens 7-tägige Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen mit insgesamt mehr als 1.500 Teilnehmenden statt. Es haben 20 Seminare zu unterschiedlichen Themenstellungen zur Aus- und Fortbildung stattgefunden, an denen 347 freiwillig Mitarbeitende teilgenommen haben.
 

2.1.1. Evaluation Ferienfreizeiten

Ferienfreizeiten sind nach wie vor ein wichtiges Angebot für die  Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Für viele Kinder und Jugendliche sind sie immer noch der Erstzugang zur Kinder- und Jugendarbeit des Verbandes.  
Ehrenamtliche und Freiwillige werden sehr häufig aus den Teilnehmenden der Freizeiten generiert.

Die AEJ NRW wollte es nun genauer wissen. Im Sommer 2012 lud sie alle Freizeiten ein, an einer großen Evaluation teilzunehmen. 1.173 Teilnehmende und 279 Mitarbeitende füllten die Fragebögen in 46 Kinderfreizeiten aus. 114 Jugendfreizeiten sandten 3.321 Teilnehmenden- und 575 Mitarbeitendenfragebögen zurück.

Die Evangelische Jugend Dortmund beteiligte sich an dieser großen Evaluation der AEJ NRW mit ca. 1.200 Teilnehmenden und  Mitarbeitenden.

Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Kinder lag bei 10,83 Jahren, 14,9% der Teilnehmenden hatten einen Migrationshintergrund. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden lag bei 23,39 Jahren.

Bei den Jugendlichen lag das Durchschnittsalter bei 14,9 Jahren, das der Mitarbeitenden bei 24,96 Jahren.

Ein Blick in die Gesamtauswertung der Freizeiten zeigt, dass die Teilnehmenden mit den Angeboten insgesamt sehr zufrieden waren. Der Vergleich mit den Grundlagenstudien von 2005 bzw. 2010 zeigt allerdings auch, dass die Qualität evangelischer Angebote sich in den Augen der Teilnehmenden nicht wesentlich von anderen Jugendverbänden unterscheidet.
Kinder- und Jugendreisen der Jugendverbände sind weiterhin ein Qualitätsmerkmal.
Mit Blick auf die Auswertung der Gesamtuntersuchung zeigt sich, dass die Evangelische Jugend in der Regel ihre selbst gesetzten Ziele, z.B. beim Sozialen Lernen, der Gestaltung sinnvoller Freizeit und Erholung, die Anregung und Förderung von individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Einladung zu gelebtem Glauben, gut erreicht. Da gibt es manches, wo wir besser abschneiden als andere Verbände.
An einer Stelle muss aber noch bei den Mitarbeitenden Fort- und Bewusstseins-bildung geleistet werden: Das Thema Partizipation ist ausbaufähig, zumindest in den Augen der politisch Verantwortlichen.

Wie in verschiedenen Studien (Sinusstudie, Studie zur Jugendverbandsarbeit, Studie Spiritualität Jugendlicher) erforscht, engagieren sich Junge Menschen gerne und sind sehr interessiert an der Mitarbeit. Dies stellen wir auch innerhalb der Evangelischen Jugend fest. Als evangelischer Jugendverband sind uns durch die christlichen Themen auch die politischen Themen ein Anliegen. Gerade für die Themen Antirassismus, Erinnerungsarbeit, Toleranz und Respekt lassen sich immer wieder Jugendliche aus unserem Verband zur Mitarbeit motivieren, z.B. als Botschafter/innen der Erinnerung.

2.1.2.  Projekt „Kima retten“
Im Jahr 2012 war das Thema Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit, begleitet durch die landeskirchliche Kampagne „Mission: Klima retten - powered by heaven“ für die Evangelische Jugend Dortmund und Lünen ein Schwerpunkt in der Arbeit. Mit Ideen aus dem Klimacamp im Sommer 2011 mit jungen Menschen aus Sambia, Sri Lanka, Irland, Italien und Deutschland ist die interaktive Erlebnisausstellung „Eco City – die klimafreundliche Modellstadt“ – entstanden. Sie gehörte 2012 offiziell zu den Gewinnerinnen des Projektes „NRW denkt nach(haltig)“. In der Eco City können sich Jugendliche und junge Erwachsene kreativ, alltags- und realitätsnah mit dem Thema Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auseinandersetzen. Die Ausstellung beginnt mit einem interaktiven Live-Trickfilm zum Thema Klimawandel und einem „360 Grad-Video-Spektakel“ zur Schönheit der Natur und ihrer Bedrohung. Anschließend führt sie in die „Eco City“, einer Modellstadt mit einem Bistro, einem Reisebüro, einer Boutique und anderen Geschäften. Ansprechende Materialien und praktische Aufgaben motivieren Jugendliche, sich über Ursachen und Folgen des Klimawandels zu informieren und Zusammenhänge zum alltäglichen Leben zu erkennen. In den Shops stellen sie ihre selbst entwickelten klimafreundlichen Dienstleistungen vor. So entsteht eine kreative, beeindruckende Produktvielfalt, vom regionalen Urlaubsangebot, über ein selbst gebautes Fahrradkino bis zur Bistrowerbung. Im abschließenden „Realitätscheck“ präsentieren BesucherInnen ihre eigenen Beiträge für Klimaschutz, die sie selbst Zuhause umsetzen werden.

Im Jahr 2012 haben bereits 2.000 Menschen die EcoCity an acht Standorten in Westfalen besichtigt und gestaltet – allein 800 in Dortmund. Gefördert wird die Ausstellung, die aus Ideen des Internationalen Klimacamps 2011 der Ev. Jugend Dortmund hervorgegangen ist, von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Es entstanden Arbeitsvorlagen für die Gemeindearbeit, konkrete Beschlüsse der Evangelischen Jugend, wie z.B. die Tempo 120 Aktion -ein Aufruf zur freiwilligen Selbstverpflichtung und eine Drosselung aller Fahrzeuge auf Höchstgeschwindigkeit 120 km/h-, ein Klimakrimidinner mit exzellentem ökofairem Galamenü in der Jugendkirche, ein Klimabandfestival in der Georgskirche und ein selbstgebautes Fahrradkino mit sechs Rädern, die Energie zum Filmeschauen und  -hören durch Muskelkraft erzeugen. Das Fahrradkino ist in der Jugendkirche JOIN US in Dortmund-Wambel verortet.

2.1.3. 50 Kinder und ein Esel machten sich auf den Weg, das Klima zu retten!
Die Evangelische Jugend Dortmund Süd hatte im Rahmen der landeskirchlichen Jugendklimakampagne Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in das Gemeindehaus nach Barop eingeladen. Hier konnten sie mit Hilfe des Esels Ego erfahren, warum es immer weniger Eisbären gibt und was wir Menschen tun können, um die stetige Erwärmung des Planeten noch aufzuhalten. Mit vielen Experimenten und Aktionen ging es um das Thema „Energiesparen“. Esel Ego, das Maskottchen der Evangelischen Jugend Dortmund Süd verriet auch, was Äpfel und Bananen mit unserem Klima zu tun haben. Zum Abschluss machten sich die kleinen und großen Klimaretter/innen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg, das Klima zu retten. Bei sommerlichen Temperaturen erforschten sie den Perma Kulturpark und den anschließenden Grüngürtel bis hinauf nach Eichlinghofen.

2.1.4. Social Media
In Kooperation mit dem Jugendring Dortmund ist es am 27. April 2012 gelungen, sich intensiv mit den Möglichkeiten des Social Media auseinander zu setzen. „Mehr Partizipation durch Social Media? Einsatz von Facebook, YouTube und Co. zur Förderung der Partizipation von Jugendlichen“ war der Titel des Fachtages für Interessierte aus dem Bereich der Jugendarbeit in Dortmund.
Die Kommunikation über Facebook, YouTube & Co. ist aus dem Lebensalltag vieler junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Für Organisationen der Jugendbildung sind mit den neuen Medien vielfältige Potentiale und Herausforderungen zugleich verbunden. Der Fachtag am 27. April in Dortmund beschäftigte sich deshalb mit den Rahmenbedingungen und Möglichkeiten sozialer Medien zur Partizipation von Jugendlichen. 33 pädagogische Fachkräfte haben sich dazu fortgebildet und die Möglichkeiten zur Partizipation für Dortmund ausgelotet. Jugendliche nutzen die Social Media für sich und ihre Themen. Es besteht ein Fortbildungsbedarf für die päd. Fachkräfte und für die Jugendlichen, die oft bedenkenlos Informationen über sich selbst im World Wide Web hinterlassen. Richtig ist, dass Social Media Angebote im Alltag der Jugendlichen wichtig und nicht mehr wegzudenken sind. „Wer im Netz nicht auftaucht, über den wird nicht gesprochen.“ Somit werden weitere Veranstaltungen dazu folgen, so dass wir im Alltag der Jugendlichen präsent sind.

 

2.3. Ökumenische Dienstgruppe Martin Luther King e.V.
Die Ökumenische Dienstgruppe Martin Luther King e.V. verfolgt das Ziel ein Zentrum für soziales Lernen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu sein. Zu diesem Zweck unterhält der Verein ein Selbstversorgerhaus mit eigenem Reitbetrieb, den Ponyhof Hilbeck. 

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Angebot besonders für Kinder und Jugendliche aus Dortmund zu schaffen. Unser besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Erfahrungsfeld „Leben und Lernen in Gruppen“, was wir zum einen durch die Unterbringung in einem Selbstversorgerhaus und zum anderen durch ein spezielles reitpädagogisches Programm ermöglichen.

Bei der Mitarbeit sowohl im Haus als auch im Stall bei den Pferden, lernen Kinder Gemeinschaft und Zusammenarbeit.

Innerhalb der reitpädagogischen Einheiten tragen die Kinder, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Verantwortung für sich und ihr Pony.

 

Der Verein ist demokratisch aufgebaut. Jedes Mitglied, ob natürliche oder juristische Person, ist mit einer Stimme bei den Entscheidungen gleichberechtigt vertreten. Der Verein hat keine passive Mitgliedschaft. Die gegenwärtige Altersstruktur der Mitglieder liegt zwischen 18 und  65 Jahren.

Jede Person bringt sich mit ihren Stärken und Fähigkeiten im Rahmen ihrer Zeitressourcen ehrenamtlich ein, dazu gehören die Übernahme von Reitpädagogischer Vertretung, Vorstandsarbeit, Begleitung der Nutzergruppen, Instandhaltung von Haus und Grund und anderem.

Durch das Jahresthema der aej „Klima und Nachhaltigkeit“, konnte in 2012 ein Projekt zum aktiven Umweltschutz durchgeführt werden. Im Vordergrund stand dabei das Ökosystem Baum und ein natürliches Biotop auf dem Hofgelände. Jugendliche Mitglieder des Vereins und weitere Interessierte wurden unter fachlicher Anleitung mit dem Thema vertraut gemacht. An einem Wochenende konnte daraufhin die vorhandene Streuobstwiese so bearbeitet werden, dass der alte Baumbestand beschnitten  und der Boden wieder aufgelockert wurde. Durch das gemeinsame Arbeiten wurde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und ein Gefühl für den Kreislauf der Natur vermittelt.

Eine weitere größere gemeinschaftliche Aktion, gerade der jüngeren Mitglieder, war die Renovierung des Nebengebäudes. Hier engagierten sich Jugendliche in Eigenregie. Sie entschieden welche Bereiche wie renoviert werden sollten, organisierten die nötigen Materialien und führten die Arbeiten eigenverantwortlich durch.

 

Trotz steigender Betriebskosten des Ponyhofes, engagieren sich alle Mitglieder über ihre Maße für den Erhalt des Ferienheims, um damit dem Zweck und dem Ziel des Vereins gerecht zu werden:

 

2.4. Freie Evangelische Gemeinde
Die Jugendarbeit der freien evangelischen Gemeinde wird über ehrenamtliches Engagement verwirklicht. Die Jugendlichen organisieren mit hohem Einsatz ihre Ideen in Kinder- und Jugendgruppen.

Seit mehr als 10 Jahren gibt es in der FeG eine Tanzgruppe innerhalb des Jugendbereichs. Auch wenn sich die Gruppe der Leitenden und Teilnehmenden kontinuierlich verändert, ist über die Jahre bei allen der Spaß an der Bewegung geblieben. Es gibt eine durchweg gute Gemeinschaft und das Lernen miteinander funktioniert sehr gut.

Durch die vielfältigen Entfaltungsmöglichkeiten des Tanzens, wird das Selbstwertgefühl der jungen Menschen gesteigert.

Die Ergebnisse der Proben wurden bei verschiedenen Veranstaltungen aufgeführt, so auch auf dem Stadtteilfest "Körne blüht auf".

Wie so oft in der Arbeit mit Gruppen, eignet sich auch das Tanzen als Erprobungsfeld, an dem man wachsen kann. Man lernt zu organisieren, sich einzubringen und erlebt ein Projekt von der Planung bis zur Umsetzung.
"Wir nehmen dich an wie du bist!" heißt die Devise und so haben die Teilnehmenden Spaß am Miteinander und an der Bewegung. Sie loben Gott mit dem Tanz auch dafür, dass er jede/n einzelne/n so wunderbar gemacht hat.

 

2.5. King’s Kids
King’s Kids Dortmund-Nord ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Dortmund. Wir sind Teil von King’s Kids Deutschland e.V. und gehören zu Jugend mit einer Mission (JMEM).
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche von 6-17 Jahren mit ihren Familien.
Wir bieten einen offenen Kinder- und Jugendtreff, verschiedene Kleingruppen, ein christliches Kinderprogramm, Sommerfreizeiten und -ferienprogramme an. Des Weiteren führen wir verschiedene Einzelprojekte im In- und Ausland durch.
Kinder brauchen Vorbilder, Liebe, Aufmerksamkeit, Förderung und Schutz. In verschiedenen Projekten und regelmäßigen Angeboten wollen wir sie stark machen und ihren Bedürfnissen begegnen.
Den Jugendlichen wollen wir in den vielfältigen Möglichkeiten und auch Herausforderungen unserer Gesellschaft begegnen. Wir wollen für sie da sein, ihre Begabungen fördern und ihnen in ihrer Lebensplanung mit unseren Werten zur Seite stehen.
Im vergangenen Jahr haben wir eine besondere Fundraising-Aktion für ein Kinderheim in Indien (Madhya Pradesh) durchgeführt. Dadurch konnte dort ein eigenes Stück Land gekauft, ein Haus gebaut und ein kleines Geschäft eröffnet werden. Das Ziel dabei war, das Heim in die Selbständigkeit zu führen und die Kinder davor zu bewahren, wieder auf der Straße zu landen.
„Übernachtung in Zelten inmitten von Wäldern und Kornfeldern, Baden im See, Lagerfeuer, Sternenhimmel, Klettergarten.“ Dies sind Erlebnisse, die 12 Kinder aus der Dortmunder Nordstadt im Sommer 2012 genießen konnten.
Das Erstaunlichste, was wir auf dieser wie auch auf anderen unserer Freizeiten feststellen, ist folgendes: Kinder aus sehr schwierigen Familienverhältnissen, Kinder mit Aggressionen und Depressionen erleben wir auf diesen Freizeiten oft entspannt und fröhlich. Es tut ihnen gut, heraus zu kommen aus ihrem grauen, monotonen und oft schwierigem Alltag.
Sie öffnen sich für Gespräche und lassen sich auf Lebens- und Glaubensthemen mit tieferem Inhalt ein. Die verschiedenen Aktivitäten in der Natur erweitern ihren eher engen oder negativen Erlebnishorizont und fordern sie heraus, Neues zu wagen und an sich zu glauben.
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2.6. Christuskirche Dortmund - Gemeindejugendwerk
In der umgebauten Werkstatthalle der Christuskirche Dortmund im Hafenviertel wird jeden Samstag von 14 bis 21 Uhr ein Programm für Kinder und Jugendliche angeboten. Dies ist abgestimmt auf verschiedene Altersgruppen von 8-19 Jahren. Dabei ist uns eine ganzheitliche Begleitung wichtig. Wir bieten deshalb jedes Mal eine kostenlose, warme Mahlzeit an und versuchen, mit Spiel- & Sportgeräten, die sich für den Innen- und Außengebrauch eignen, dem Bewegungsdrang gerecht zu werden. Aus unserer Überzeugung als Christen vermitteln wir biblische Inhalte durch Lieder, Geschichten und Aktivitäten. Gemeindemitglieder übernehmen Kochdienste, wodurch auch eine Anbindung an die Gemeinde erfolgt. Die Kinder und Jugendlichen nehmen an Gemeindefesten und Freizeiten teil. In der 1. Woche der Sommerferien gibt es ein tägliches Ausflugsprogramm. Momentan nehmen bis zu 40 Personen unterschiedlicher Nationalität unserer Angebot wahr. Darüber hinaus finden unter der Woche Angebote für junge Familien statt, an denen bis zu 15 Familien teilnehmen. Wir sind sehr dankbar, dass wir unseren Jugendpastor Josua Laslo als zweiten Hauptamtlichen berufen durften. Sein Engagement trägt maßgeblich zum Gelingen unserer Arbeit bei. 

2.6. CVJM
Der CVJM Dortmund e.V. betreibt im Stadtteil Dorstfeld eine offene Kinder- und Jugendfreizeitstätte. Für mindestens 25 Stunden pro Woche sind die Türen geöffnet und es gibt die unterschiedlichsten Angebote. Besonders beliebt ist der Sonntag als regelmäßigem Öffnungstag. Derzeit besuchen vorwiegend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 Jahren den Treff. Regelmäßig gibt es dabei Programme wie Kreatives, gemeinsames Kochen, Turniere, Ausflüge und besondere Veranstaltungen. In der ersten Sommerferienhälfte haben wir ein Ferienprogramm angeboten, in der zweiten Hälfte sind wir verantwortlich in die Dorstfelder Ferienspiele eingebunden, die als Kooperationsprojekt zwischen kommunalem und freien Trägern durchgeführt werden.
Ein besonderes Highlight im Jahr 2012 war ein „Anti-Gewalt-Training zur Vermittlung von
gewaltfreien Strategien“, das u.a. aus Projektmitteln der AEJ gefördert wurde. Hier ging es beispielsweise um folgende Inhalte: empathisches Verhalten, Auseinandersetzung mit dem Thema "was ist Aggression", Die Entstehung der Gewaltspirale, Mobbing, Angst als Schutzmechanismus, Antizyklisches Verhalten in Bedrohungssituationen, Grundlagen der Selbstverteidigung, deeskalierende Kommunikationsmodelle usw.  Mit Hilfe des Projektes wurden bei den teilnehmenden Jugendlichen Ängste abgebaut, Vertrauen geschaffen, Verhaltensmuster analysiert und verändert und friedliche Konfliktlösungsstrategien entwickelt.
Daneben konnte ein Tanzprojekt für Jugendliche und ein Projekt aufsuchender Jugendarbeit im unmittelbaren Sozialraum durchgeführt werden.
Eine besondere Veranstaltung im verbandlichen Bereich war unsere Teilnahme an einem internationalen Weltrekordversuch im Basketball-Werfen, der von CVJM’s auf der ganzen Welt zeitgleich durchgeführt wurde. Hier haben unsere Teens und Jugendlichen bei einer Open-Air-Veranstaltung auf dem benachbarten Wilhelmplatz begeistert mitgemacht.
Des Weiteren bieten wir auch Veranstaltungen und Treffen für Junge Erwachsene an, in denen es auch darum geht, christlichen Glauben gemeinsam zu leben und zu feiern.
Die Angebote des CVJM Dortmund werden derzeit von etwa 20 ehrenamtlich Tätigen, mehreren Honorarkräften und zwei hauptamtlichen Fachkräften verantwortet und durchgeführt.